https://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/issue/feedCampus der Theologien2026-08-05T12:17:05+02:00Prof. Dr. Volker Drecoll, Prof. Dr. Mouez Khalfaoui, JProf. Dr. MSt. Oxon Thomas Jürgaschvolker.drecoll@uni-tuebingen.deOpen Journal SystemsZeitschrift des "Campus der Theologien" der Universität Tübingen für theologische Studien mit inter- oder transreligiösem Bezug.https://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4152Editorial2026-07-23T15:05:54+02:00Abdelghafar Salimsalim@uni-tuebingen.deTülay Günergüner@uni-tuebingen.deMouez Khalfaouimouez.khalfaoui@uni-tuebingen.de<p>Einleitung</p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Abdelghafar Salim, Tülay Güner, Mouez Khalfaouihttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4153Wird die Scharia in Deutschland angewendet?2026-07-23T15:17:02+02:00Mathias Roherohe@fau.de<p>Der Beitrag skizziert zunächst die in Deutschland rechtlich festgelegten Grundlagen eines religionsoffenen säkularen Rechtsstaats. Im Anschluss werden die Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung religiöser Normen der islamischen Scharia entfaltet, welche der allgemein geltenden Religionsfreiheit unterfallen. Sodann wird der in Deutschland vorgeschriebene oder ermöglichte rechtliche Rahmen für die Anwendung rechtlicher Normen der Scharia auf verschiedenen Ebenen des Privatrechts aufgezeigt. Der Beitrag schließt mit Bemerkungen zu Herausforderungen der Wissenschaft.</p> <p> </p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Mathias Rohehttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4156Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung islamischen Rechts durch deutsche Gerichte und Behörden2026-07-24T09:18:53+02:00Christian F. Majermajer@ph-ludqwigsburg.de<p>Der Beitrag befasst sich mit der Anwendung islamischen Rechts durch deutsche Gerichte und Behörden. Zunächst wird die Möglichkeit der Anwendung islamisch geprägten ausländischen Rechts nach den Regeln des Internationalen Privatrechts aufgezeigt und anhand verschiedener Felder im islamischen Familienrecht wie Eheschließung, Ehescheidung oder finanzieller Ausgleichsleistungen erläutert; hier enthält das deutsche Recht differenzierte Antworten. Abschließend benennt der Beitrag, in welchen Feldern sich Elemente islamischen Rechts unter Geltung des deutschen Rechts mit diesem als vereinbar erweisen können</p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Christian F. Majerhttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4173Islamisches Recht vor deutschen Gerichten Fälle aus dem Familien- und Arbeitsrecht2026-07-30T10:01:54+02:00Tuelay Guenerdummy@dummy.de<p>Der Beitrag analysiert, in welchen rechtlichen Zusammenhängen islamisch ge-prägte Normen in der deutschen Rechtsprechung berücksichtigt werden und auf welcher Grundlage dies geschieht. Entgegen verbreiteter Vorstellungen vom ›Ein-zug der Scharia‹ in deutsche Gerichtssäle zeigt sich, dass solche Bezüge aus-schließlich über bestehende Rechtsmechanismen erfolgen – insbesondere über das internationale Privatrecht (IPR) und die Religionsfreiheit nach Art. 4 GG.<br>Anhand von Praxisbeispielen etwa zur Anwendung iranischen Erbrechts im Lichte des ordre public und zur arbeitsrechtlichen Abwägung religiöser Pflichten wird deutlich, dass islamisches Recht nur berücksichtigt wird, soweit es mit den Grundprinzipien der deutschen Verfassung vereinbar ist. Daraus ergibt sich keine Sonderstellung für Muslim:innen, sondern die konsequente Anwendung allgemei-ner rechtsstaatlicher Maßstäbe. Der Beitrag zeigt, dass deutsche Gerichte religiöse Vielfalt anerkennen, zugleich aber die Balance zwischen Glaubensfreiheit und öf-fentlicher Ordnung wahren.</p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Tuelay Guenerhttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4159Teaching by Example Charismatic Figures in Islamʼs Past and Present2026-07-24T09:35:00+02:00Jonathan E. Brockoppjeb38@psu.edu<p>Dieser Beitrag vermittelt einen kurzen Überblick über die weberianische Theorie charismatischer Autorität, unterzieht sie einer kritischen Betrachtung und diskutiert sie anschließend im Licht von Beispielen aus früheren und heutigen Zeiten. Er argumentiert, dass der Akt des Erinnerns an Vorbilder aus der Vergangenheit eine Vorlage dafür schafft, wie man heute Muslim sein kann.</p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Jonathan E. Brockopphttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4160Imame zwischen Tradition und Moderne: Historie, Ausbildung und Herausforderungen für die Zukunft2026-07-24T10:27:03+02:00Ahmad Yahya Mohamadyahya@uni-osnabrueck.de<p>Der vorliegende Beitrag untersucht die Rolle der Imame vor dem Hintergrund religiöser Traditionen und moderner gesellschaftlicher Anforderungen. Ausgehend von einer historisch-systematischen Analyse wird zunächst die Entwicklung des Imamats in der islamischen Geschichte nachgezeichnet, wobei sowohl seine religiösen Kernfunktionen als auch seine sozialen und bildungsbezogenen Dimensionen herausgearbeitet werden. Anschließend richtet der Artikel den Blick auf gegenwärtige Ausbildungsmodelle von Imamen, insbesondere im europäischen Kontext, und analysiert die damit verbundenen institutionellen, theologischen und praktischen Herausforderungen. Dabei werden Fragen religiöser Autorität, theologischer Qualifikation, sprachlicher und kultureller Kompetenz sowie seelsorgerischer Verantwortung in pluralistischen Gesellschaften thematisiert. Abschließend werden Perspektiven für eine zukunftsfähige Imam-Ausbildung skizziert, die sowohl den normativen Grundlagen der islamischen Tradition als auch den Anforderungen moderner Gesellschaften Rechnung trägt. Der Beitrag versteht sich als Beitrag zur aktuellen Debatte über die Rolle religiöser Autoritäten, Integrationsprozesse und die institutionelle Verankerung islamischer Theologie in westlichen Kontexten.</p> <p> </p> <p> </p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Ahmad Yahya Mohamadhttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4161»Ich bin hier ein Imam für alles« – Religiöse Autorität in der Praxis2026-07-24T10:34:33+02:00Abdelghafar Salimabdelghafar.salim@uni-tuebingen.de<p>Der Beitrag untersucht auf der Grundlage ethnografischer Feldforschung die Rollen und Aufgaben von Imamen in verbandsunabhängigen Moscheegemeinden in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Imame die ihnen zugeschriebenen Rollen und Erwartungen im alltäglichen Handeln aufgreifen und teilweise strategisch ausnutzen, um religiöse Autorität herzustellen, zu stabilisieren oder auszubauen. Besonderes Augenmerk gilt den strukturellen Rahmenbedingungen verbandsunabhängiger Moscheen, die durch geringe formale Regulierung und einen hohen Grad an Selbstorganisation gekennzeichnet sind. Diese Konstellation eröffnet Imamen erweiterte Handlungsspielräume, in denen religiöse Autorität situativ ausgehandelt und gefestigt wird. Der Beitrag leistet damit einen empirisch fundierten Beitrag zum Verständnis des Berufsfeldes Imam und der damit verbundenen Erwartungen und Herausforderungen im deutschen Kontext.</p> <p> </p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Abdelghafar Salimhttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4162Vom Rand ins Zentrum Muslimische Handlungsfähigkeit und die Dynamik der Wechselintegration2026-07-24T10:40:01+02:00Jamal Malikmalik@uni-erfurt.de<p>Der Beitrag <em>Vom Rand ins Zentrum</em> analysiert den deutschen Islamdiskurs, der stark von rechtlichen und sicherheitspolitischen Kategorien geprägt ist. Er plädiert für eine De-Religionalisierung migrationsbezogener Debatten zugunsten historischer und sozialer Perspektiven. Zentrale Konzepte sind Wechselintegration – als dynamischer Aushandlungsprozess zwischen Minderheiten und Mehrheitsgesellschaft – und Resonanz (nach Hartmut Rosa), die gesellschaftliche Teilhabe als beidseitige Transformation versteht. Unter Rückgriff auf Derridas <em>hostipitalité</em> wird gezeigt, dass Zugehörigkeit stets an Machtverhältnisse gebunden bleibt. Eine ethisch fundierte islamische Theologie, die sich an der <em>a</em><em>ḫ</em><em>l</em><em>ā</em><em>q</em>-Tradition orientiert, kann neue Resonanzräume schaffen und der Überislamisierung des Integrationsdiskurses entgegenwirken. Der Weg vom Rand ins Zentrum erfordert so nicht bloße Anpassung, sondern strukturellen Wandel und aktive Mitgestaltung durch postmigrantische Akteure.</p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Jamal Malikhttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4163Der sunnitische Islam Möglichkeiten und Grenzen zum Umgang mit muslimischer religiöser Vielfalt im demokratisch säkularen Kontext2026-07-24T10:44:13+02:00Mouez Khalfaouimouez.khalfaoui@uni-tuebingen.deLeila Ben Abidbenabid@uni-tuebingen.de<p>Dieser Beitrag untersucht die Tragfähigkeit traditioneller islamischer Lehrkonzepte im säkular-demokratischen Kontext Deutschlands, insbesondere des Konzepts der Idschāza (<em>i</em><em>ǧāza</em>, Lehrbefugnis), sowie deren mögliche Relevanz für den islamischen Religionsunterricht. Dabei werden historische Entwicklungen, Begriffsverständnisse und gegenwärtige Anwendungen der Idschāza auf Grundlage theologischer und religionspädagogischer Literatur kritisch analysiert.</p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Mouez Khalfaoui, Leila Ben Abidhttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4164Liberaler Islam und liberale Muslim:innen in Deutschland 2026-07-24T10:58:24+02:00Debora Müllermüller@gmx.de<p>Der Beitrag untersucht liberale Muslim:innen in Deutschland auf der Grundlage von Interviews mit Mitgliedern des Liberal-Islamischen Bundes an verschiedenen Standorten. Ziel ist es, ein bislang wenig erforschtes Feld muslimischer Selbstverständnisse zu erschließen. Mithilfe der Grounded Theory wird analysiert, wie liberale Muslim:innen sich selbst definieren, welche Bedeutungen sie dem Begriff ›liberal‹ zuschreiben und wie sich ein liberales Islamverständnis entwickelt.</p> <p> </p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Debora Müllerhttps://campus-der-theologien.de/ojs/index.php/cdt/article/view/4165Politische Partizipation von (jungen) Muslim:innen2026-07-24T11:03:32+02:00Monzer Haidarmonzer.haider@uni-tuebingen.de<p>Der Aufsatz untersucht die politische Partizipation junger Muslim:innen in Deutschland im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Debatten, sozioökonomischen Bedingungen und demokratischer Teilhabe. Ausgangspunkt ist der Befund, dass Muslim:innen trotz wachsender politischer Interessen der Jugend insgesamt seltener aktiv partizipieren. Unter Rückgriff auf das <em>Civic-Voluntarism</em>-Modell werden strukturelle Hemmnisse wie Bildung, Armut, Sprachbarrieren und fehlende Staatsbürgerschaft herausgearbeitet.</p>2026-07-30T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Monzer Haidar