„Handeln Gottes“ als „Grundmetapher“?

Zu einer Schlüsselthese im jüngsten Votum des Theologischen Ausschusses der UEK sowie bei Philipp Stoellger

Autor/innen

  • Matthias Ruf Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen, Systematische Theologie I

DOI:

https://doi.org/10.71956/cdth001-art07

Abstract

In einem kirchlichen Votum und theologischen Begleittexten aus jüngerer Zeit wurde vorgeschlagen, dass alle Behauptungen eines Handelns Gottes metaphorisch verstanden werden sollten. Dieser Zugriff ist jedoch theologisch kaum leistungsfähig und mit Blick auf seine Voraussetzungen nicht überzeugend: Weder lassen die biblischen Bezugstexte erkennen, dass sie durchgängig metaphorisch zu verstehen seien, noch sind die unterstützenden Behauptungen plausibel, dass Metaphern in keiner Weise paraphrasierbar seien oder dass ohnehin kein Unterschied zwischen »eigentlicher« und »uneigentlicher Rede« bestehe. Demgegenüber liegt es theologisch nahe, die Rede vom Handeln Gottes an Schlüsselstellen wörtlich (und analog) zu verstehen und im Sinne eines »vermittelten Handelns Gottes« zu entfalten.

Autor/innen-Biografie

Matthias Ruf, Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen, Systematische Theologie I

Dr., seit 2022: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen; 2021, Dr. theol. 2017-2022 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock

"Handeln Gottes". Zur Hermeneutik theologischer Rede von Gott. Religion in Philosophy and Theology 120. Tübingen: Mohr Siebeck 2022.

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Veröffentlicht

29.03.2025

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