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  • Das Bild zeigt Menschen in Arbeitskleidung auf dem Weg in die Fabrik oder auf dem Weg aus der Fabrik nach Hause. Das Bild wurde 1914 von Edvard Munch gemalt.

    Das Handeln Gottes
    Nr. 1 (2025)

    Im Christentum und im Islam ist von „Handeln Gottes“ die Rede. Kann man aber überhaupt sinnvoll davon sprechen? Oder sind damit bereits Voraussetzungen gemacht, die kritisch zu erörtern sind? Die Beiträge in diesem Heft zeigen, dass die Antworten auf diese Fragen sehr verschieden ausfallen – und sich dabei keine Zuordnung zu einer Institutionalisierung der beteiligten Theologietraditionen herstellen lässt.

    Die Beiträge zum „Handeln Gottes“ behandeln nicht nur theologische Grundfragen, von der Frage der Bestimmung zwischen Transzendenz und Immanenz, der Möglichkeiten der Rede von und über Gott, der wirklichkeitserschließenden Deutungskraft von Theologie bis hin zur Vergemeinschaftungsfunktion von Glaube, Grundaussagen über die Heilsgeschichte bzw. Erlösungshoffnung und die religiöse Erfahrung. Dabei zeigen sie auch den Mehrwert, den Theologie als ein genuin in sich interdisziplinäres Unterfangen
    aufweist.

    Redaktion: Volker Hennig Drecoll.

    Bild: Workers on their Way Home (1014) von Edvard Munch, National Gallery of Denmark.
    Quelle: https://www.smk.dk/en/article/workers-on-their-way-home-1914/

     

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    Seit dem Sommer 2024 gibt es an der Universität Tübingen einen „Campus der Theologien“, der aus den drei theologischen Einrichtungen der Universität, der Evangelisch-Theologischen Fakultät, der Katholisch-Theologischen Fakultät und dem Zentrum für Islamische Theologie besteht. Der „Campus der Theologien“, der zunächst nur eine räumliche Nähe bezeichnet, versammelt die bereits bestehenden Formen der Zusammenarbeit und dient der Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen in Forschung und Lehre sowie der Stärkung des ökumenischen und interreligiösen Profils der Tübinger Theologien. Die neu gegründete wissenschaftliche Zeitschrift „Campus der Theologien – Theologische Studien und Kritik“ stellt die theologischen Erträge des Tübinger „Campus der Theologien“ einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung und stärkt den wechselseitigen Austausch. In den Themenheften der Zeitschrift erscheinen Beiträge zu aktuellen Fragestellungen und Themen aus den unterschiedlichen theologischen Disziplinen und den unterschiedlichen Theologien. Darüber hinaus werden Formen und Möglichkeiten ökumenischer, komparativer, inter- oder transreligiöser Theologie erkundet und deren Leistungsfähigkeit erprobt. Akademische Theologien müssen in eine zunehmend säkulare Öffentlichkeit hineinwirken, in der einerseits religiöse Vielfalt friedlich gelebt wird, andererseits jedoch auch mit Ausgrenzung und Gewalt verbunden ist. Angesichts dessen verstehen die Herausgeber:innen die Zeitschrift als ein Forum theologischer Auseinandersetzung, das der durchaus ambivalenten gesellschaftlichen Bedeutung religiöser Vielfalt gerecht zu werden sucht.  Nicht zuletzt möchte die Zeitschrift „Campus der Theologien“ einen Beitrag dazu leisten, typisierende Fremd- und Selbstzuschreibungen durch die religions- und konfessionelle Zusammenarbeit zu überwinden und die produktive Vielfalt der Theologien freizulegen